Wenn einer eine Reise tut.

Linda Castillo – Die Zahlen der Toten
ISBN: 978-3596184408
Kaufort: Geschenk

Dieses Buch stammt aus der mysteriösen Büchertüte einer ehemaligen Kollegin.
Der Anfang war gleich ein Wurf ins eiskalte Wasser. Man bekommt geschildert wie eines der Opfer misshandelt und anschließend getötet wird.
Im zweiten Kapitel wird dann der Erzählstil in die erste Person gewechselt. Was ich persönlich nicht so gerne mag, aber in dem Fall hatte ich mich schnell eingelesen und hätte beinahe meinen Ausstieg verpasst – hatte das Buch im Zug angefangen.

Das Buch wird also aus der Sicht der Polizistin Kate Bruckholder erzählt, die selbst etwas zu verbergen hat und ursprünglich bei den Amisch aufgewachsen ist. Das ist für mich ein interessanter Punkt, weil ich über die Amisch gar nichts bis wenig weiß und das Leben doch ein bisschen wiedergespiegelt wird.
Die Story dreht sich um bestialische Morde eines Serienkillers der vor 16 Jahren schon einmal dieses verschlafene Örtchen heim gesucht hatte und nun wieder auftaucht. Kates dunkles Geheimnis behindert leider die Polizeiarbeit und als ein neuer Agent auf taucht ist klar, dass sie das Geheimnis nicht auf Dauer verheimlichen kann.
Während dessen gibt es immer mehr Opfer des Killers und eine kleine Romanze für die Mädels. 😉

An sich ein wirklich packendes und spannendes Buch. Allerdings sollte man nicht zart beseitet sein, denn an Gewalt wird hier nicht gespart. Das Ende ist weniger überraschend, aber auch nicht zu offensichtlich. Und als im zweiten Drittel des Buches das Geheimnis der Polizistin aufgedeckt wird, nimmt die Spannung auch etwas ab.
Die Personenwechsel sind auch etwas gewöhnungsbedürftig. Die meiste Zeit wird in erster Person und Gegenwart von Bruckholder erzählt, dann wieder ein paar Kapitel in der Vergangenheit und aus der Sicht einer anderen Person.
Was auch immer der Abschnitt aus Sicht des Mörders sollte… Hätte man sich evtl. auch sparen können.
Und es werden diverse Klischees bedient, was jetzt nicht hätte sein müssen.

Das klingt jetzt natürlich ziemlich negativ, aber ich war positiv von dem Buch überrascht und konnte es kaum mehr aus der Hand legen. Als Urlaubslektüre für lange, langweilige Zugfahrten sehr zu empfehlen!

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